Laptops für gleiche Chancen

Heilbronn erhält 1,64 Millionen Euro für Schüler-Laptops

Experten sind sich einig: Corona hat die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft verschärft. Das gilt auch im Schulbereich. Denn während der Präsenzunterricht über Monate hinweg ausfiel und stattdessen Homeschooling via Internet angesagt war, blieben manche Kinder abgehängt. Sie hatten schlicht keinen Zugriff auf entsprechende Laptops.

Deshalb haben Bund und Land jetzt ein bundesweites Sofortausstattungsprogramm im Rahmen des DigitalPaktes Schule aufgelegt. Rund 1,64 Millionen Euro daraus erhält die Stadt Heilbronn. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, mit den Mitteln mobile Leihgeräte zu beschaffen. „Damit leisten wir einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit und gegen das soziale Ungleichgewicht, das der coronabedingte Fernunterricht an den Schulen mit sich gebracht hat“, sagt Oberbürgermeister Harry Mergel.

Zweck des Sofortausstattungprogramms ist es, Schulen zu unterstützen und in der Zeit des coronabedingten eingeschränkten Schulbetriebs einem möglichst hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen. Das Schul-, Kultur- und Sportamt hat in Abstimmung mit den Schulen drei unterschiedliche Arten von Endgeräten (Tablets, Notebooks und Convertibles) ausgewählt und die Bedarfe der Schulen abgefragt. In den ersten Wochen des neuen Schuljahres sollen dann rund 15 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit den Leihgeräten für Homeschooling versorgt werden.

Wer die Geräte erhalten wird, entscheiden die Schulen vor Ort im Rahmen ihrer pädagogischen und sozialen Verantwortung nach schulisch definierten Kriterien selbst. Zunächst werden die Schulen anteilig Geräte für zehn Prozent ihrer Schüler erhalten, die übrigen Geräte gehen an Schulen mit besonderer Bedarfslage.

Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Über das Sofortprogramm hinaus stehen für die Digitalisierung Heilbronner Schulen bis Ende 2024 fast zwölf Millionen Euro zur Verfügung. Den Löwenanteil zahlt der Bund, 20 Prozent steuert die Stadt bei, den Rest das Land.

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