Heilbronner Volksfest abgesagt

Bunter Rummel auf der Theresienwiese kann dieses Jahr nicht stattfinden

Der Veranstalter Karl Maier hat sich die Entscheidung nicht leichtgemacht. Doch unter den momentanen Vorzeichen sieht der Unternehmer aus Stuttgart keine andere Möglichkeit, als das Heilbronner Volksfest auf der Theresienwiese zum jetzigen Zeitpunkt abzusagen. „Eine attraktive Bestückung, die Kostendeckung verspricht, ist nicht möglich“, erklärt Maier.

„Wir haben bis zuletzt gehofft, dass wir eine andere Botschaft verkünden können und dennoch kommt die Absage nicht ganz unerwartet. Die Hoffnung und die Vorfreude darauf, dass Heilbronn im Jahr 2022 auf der Theresienwiese wieder Volksfestgäste aus der ganzen Region begrüßen darf, ist nunmehr umso größer“, erklärt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel.

Ein Volksfest im Ausmaß des Heilbronner Fests auf der Theresienwiese braucht zeitlichen Vorlauf. „Die großen Schaustellerbetriebe planen ihre Routen, haben in der Regel vor und nach Heilbronn andere Feste im Kalender stehen, so dass sich die aufwendige Inbetriebnahme der Fahrgeschäfte und die Akquise von Personal lohnt“, beschreibt der Generalunternehmer des Heilbronner Volksfests, Karl Maier, die schwierige Situation der Branche. Heilbronn wäre der einzige Termin auf dem Festkalender gewesen. Seit Beginn der Festsaison 2020 sei sukzessive alles abgesagt worden, wie zuletzt auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart. Attraktive Fahrgeschäfte, richtige Publikumsmagnete, seien deshalb momentan schwierig zu bekommen. Auch das schwer kalkulierbare unternehmerische Risiko für jeden einzelnen Schausteller sei eine Hürde. Die aktuell gültige Verordnung läuft bis Ende Juni, wie es danach weitergeht, könne niemand mit Gewissheit sagen.

„Die Absage schmerzt, aber wir verstehen die Gründe des Veranstalters“, erklärt Steffen Schoch, Geschäftsführer der Heilbronn Marketing GmbH. Der wiederholte Wegfall des Volksfests sei ein Verlust für die Bevölkerung der Region und natürlich auch für die regionalen, oft kleineren Beschicker ein herber Schlag. Ob man diesen Betrieben für einen begrenzten Zeitraum mit Imbissständen oder kleinen Fahrgeschäften in der Innenstadt den Betrieb ermöglichen kann, werde geprüft.

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