Geschwurbel um Corona

Was gilt denn nun in Heilbronn?

Heilbronn war schon immer ein besonderes Pflaster, beherrscht von einem Klüngel, eben den Heilbronner Krämerseelen und ihrem wohlfeilen und von diesem weitgefächerten Dunstkreis bis in die Parteienszene hinein.

Wer da als ausgesuchter OB nicht mitspielt, hat schlechte Karten.
Das mußte dereinst der legendäre und bei den Bürgern beliebte Alt-OB Paul Hegelmaier spüren – er maßte sich ähnlich dem heute aus dem Ruder laufenden Tübinger OB Boris Palmer an, selber zu denken und das auch laut und deutlich zu sagen ohne sich vorher Weisungen aus einer Zentrale geben zu lassen.

Etwas unrühmlich bewegt sich Heilbronn aber derzeit auf dem Pflaster der von der Bundesregierung per Geheimpapier ausgerufenen Corona-Hysterie: Es ist ein Auf- und Ab und jetzt wieder Auf mit den zur Volksdisziplinierung ausgerufenen Inzidenzzahlen, bei deren Anwendung nicht einmal mehr diejenigen den vollen Durchblick haben, die sie den Leuten vermitteln sollen.

Da fragen besorgte  Bürger bei Stadträten an, was denn gerade Sache ist, weil die dafür geschalteten städtischen Telefone nur Ruf- oder Besetzt-Töne von sich geben.
Denn die Stadtverwaltung hat auf Seite 11 der Stadtzeitung vom 2.6.2021 eine neue Allgemeinverfügung zur Eindämmung der weiteren Verbreitung des Corona-Virus veröffentlicht.
Dabei wird Bezug auf die zum 20.5.2021 bereits außer Kraft getretene Allgemeinverfügung vom 22.4.2021 genommen und dazu  in  4 Punkten nicht leicht nachvollziehbare Angaben in bestem Beamtendeutsch gemacht, datiert wurde aber auf 19.5.2021, also über 10 Tage zurück.
Die städtische Homepage ist zugleich mit genauso schwer nachvollziehbaren Einträgen dazu versehen und soll wohl fomaljuristisch den Anforderungen einer Rechtswirksamkeit durch Veröffentlichung im Internet genügen, wiewohl die Papierform inhaltlich nicht mit der Digitalausgabe übereinstimmt.

Fatal ist insbesondere, daß mit der Veröffentlichung in der Stadtuzeitung der Eindruck vermittelt wird, daß z.B. die Maskenpflicht in der Fußgängerzone nicht fortbesteht, sondern nur noch Regelungen hinsichtlich dem Alkoholverbot und der Öffnung von Kinderspielplätzen bestehen.
Wer dann aber der in der Stadtzeitung gemachten Empfehlung folgen will, dazu unter http://www.heilbronn.de nachzusehen, findet weder auf der  Startseite noch den Menueseite einen Hinweis zu den in Heilbronn geltenden Corona-Bestimmungen, siehe Bild rechts.
Erst wer dies über das Suchportal endlich gefunden und sich in diesem unübersichtlichen Geschwurbel durchgekämpft hat, findet dann irgendwo versteckt die ellenlange Verordnung der Landesregierung, aus der das weitergeltende Bestehen der Maskenpflicht in der Fußgängerzone hervorgeht.
Wiewohl bereits vor einer Woch von Stadtrat Alfred Dagenbach dazu eine Anfrage gemacht wurde, hat sich dazu noch immer nichts geändert.

So treffen Anfragen ein, wie:

„…wissen Sie, ob die Masken-Pflicht in Heilbronn-City immer noch besteht? Wir sind unter Inzidenzwert 50. Ich konnte nirgendwo eine Information finden?…“.

Ein anderer Bürger schreibt:

„Laut Focus weist Heilbronn die vierthöchste Inzidenz in ganz Deutschland auf ! Man muss sich wirklich fragen, weshalb die Zahlen überall gering sind und in Heilbronn im Vergleich stets auf einem (recht) hohen Niveau. Aber laut Stadtverwaltung scheint es ja keine Hotspots zu geben und man alles im Griff… Ironie off … Ist doch kein Wunder, wenn die Beamten des Ordnungsamtes wegschauen und lediglich verwarnen. Nach 15 Monaten noch jemanden zu verwarnen, der angeblich nichts von den Corona-Regeln gehört hat, ist ein Witz ! Es sind ja immer dieselben, die sich dumm stellen..“

Und er fügt gleich noch die aktuelle Rangliste an:

Bundesland Neue Fälle verg. 7 Tage je 100.000 Einw. Trend¹ Fälle gesamt Todes- fälle
Bayern 46 86,1 3.123 91
Bayern 60 73,2 3.411 63
Rheinland-Pfalz 22 64,3 836 9
Baden-Württemberg 74 58,5 8.706 133
Baden-Württemberg 81 57,5 7.642 148
Baden-Württemberg 69 54,8 7.674 195
Hessen 145 52,6 14.194 293
Bayern 22 52,6 1.839 44
Baden-Württemberg 71 50,8 7.714 162
Bayern 61 48,0 6.916 110

Faktenlage

Fakt ist: Nach wie vor kommt das Suchspiel auf der städt. Homepage www.heilbronn.de einer Schnitzeljagd gleich, bis man in einem Wust von Selbstdarstellung und langatmigen Beschreibungen endlich Ansätze über das findet, was derzeit in Heilbronn erlaubt sein soll.
Unter dem Titel „Die wichtigsten Regelungen im Überblick“ findet sich trotzdem nichts darüber, was per Landesverordnung beispielsweise in der Innenstadt gilt.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick
Folgende Lockerungen sind mit den neuen Regeln ab Freitag verbunden. Der Einkauf im Einzelhandel ist dann wieder ohne Termin und negatives Testergebnis oder den Nachweis einer Genesung oder vollständigen Impfung möglich. Die Daten der Kundschaft müssen nicht mehr erfasst werden. Lediglich die Kundenzahl bleibt weiter beschränkt auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche bzw. einen Kunden pro 20 Quadratmeter auf Verkaufsflächen, die über 800 Quadratmeter hinausgehen (mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels). Die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, in Warte- und Zugangsbereichen und auf räumlich zugeordneten Parkplätzen sowie in der Heilbronner Fußgängerzone in der Innenstadt bleibt bestehen. 

Die Gastronomie, einschließlich Shisha- und Raucherbars, darf wieder bis maximal 1 Uhr öffnen. Rauchen ist nur im Freien gestattet. Die Testpflicht („getestet, geimpft, genesen“) bleibt. Die Gästezahl im Innenraum bleibt auf eine Person auf 2,5 angefangene Quadratmeter begrenzt. Die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz und für die Bedienung sowie die Pflicht zur Datenerhebung bleibt. Die Tische sind so anzuordnen, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den an unterschiedlichen Tischen sitzenden Personen gewährleistet ist. Es dürfen so viele Gäste an einen Tisch, wie sich nach der allgemeinen Kontaktbeschränkung treffen dürfen. 

Private Treffen und Veranstaltungen dürfen mit maximal zehn Personen aus maximal drei Haushalten + deren Kinder bis 13 Jahre + bis zu fünf weitere Kinder bis 13 Jahre aus anderen Haushalten + Geimpfte + Genesene stattfinden. 

An allen Schulen findet wieder Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt. Bislang war dies nur an den Grundschulen, in Grundschulförderklassen, Schulkindergärten, Grundstufen der SBBZs und für die SBBZ mit Förderschwerpunkt G+K der Fall. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern ist nur noch einzuhalten, wenn z.B. in den Pausen keine Masken getragen werden. Sportunterricht jeglicher Art ist im Freien an allen Schulen zulässig. In Hallen darf er nur kontaktarm erfolgen. Schwimmunterricht ist im Rahmen der Klassenstärke oder Gruppengröße zulässig. Die Masken- und Testpflicht gilt weiterhin unverändert. 

Im Sport gilt: Generell dürfen öffentliche und private Sportanlagen, einschließlich Fitness- und Yogastudios, für den Amateur- und Freizeitsport wieder öffnen. In Innenräumen müssen mindestens zehn Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen. Im Breitensport dürfen Veranstaltungen wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl stattfinden. Außen sind 500 Zuschauer zulässig, innen 250. Gleiches gilt für den Profi – und Leistungssport. Auch Rehasport ist erlaubt. Schwimmbäder dürfen öffnen. Test- und Hygienekonzepte sind weiterhin erforderlich.

Im Kulturbereich gilt: Für Archive, Büchereien und Bibliotheken, Galerien, Gedenkstätten und Museen gelten keine Auflagen mehr. Kulturveranstaltungen können innen mit bis zu 250 Personen und draußen mit bis zu 500 Personen stattfinden. Auch hier muss der Nachweis „getestet, geimpft, genesen“ erbracht werden. Musikschulen, die VHS, Kunst- und Jugendkunstschulen sowie Tanz- und Ballettschulen dürfen bis zu 20 Schülerinnen und Schüler unterrichten, egal ob innen oder außen. Museumsführungen sind mit bis zu 20 Personen zulässig. Test- und Hygienekonzepte sind weiterhin erforderlich außer für Archive, Büchereien und Bibliotheken, Galerien, Gedenkstätten und Museen. 

Szenario: 7-Tage-Inzidenz erneut über 50
Sollte die 7-Tage-Inzidenz wieder steigen und drei Tage in Folge die Marke von 50 überschreiten (es gelten die Zahlen des RKI), dann würden am Folgetag die Lockerungen bei einer Inzidenz unter 50 außer Kraft treten und nur noch die Öffnungsstufe 3 gelten. Private Treffen und Veranstaltungen wären dann nur noch mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten möglich. Auch hier werden Kinder bis 13 Jahre dieser Haushalte, Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Im Einzelhandel würde wieder Click & Meet gelten, wobei zwischen „mit Termin ohne Test“ und „ohne Termin mit Test“ gewählt werden kann. Die weiterführenden Schulen müssten wieder Wechselunterricht für alle Klassenstufen bis auf die Abschlussklassen anbieten.

Szenario: 7-Tage-Inzidenz unter 35
Sollte die 7-Tage-Inzidenz hingegen unter 35 sinken, dann gibt es weitere Erleichterungen. Es entfällt die Pflicht zur Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweises bei den in den Öffnungsstufen 1 bis 3 zulässigen Veranstaltungen, Angeboten und Einrichtungen im Freien (Besuch von Freibädern, Außengastronomie, Open-Air-Kulturveranstaltungen etc.). Es sind Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die einen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen, gestattet (Ausnahme: Tanzveranstaltungen) – hierbei haben Gastronomiebetriebe die allgemeinen Hygienevorgaben im Rahmen ihrer Hygienekonzepte einzuhalten. Der Betrieb von Messe-, Ausstellungs- und Kongresszentren ist mit einer Flächenbegrenzung von 7 Quadratmetern pro Besucherin oder Besucher gestattet. Kulturveranstaltungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen, Gremiensitzungen, Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder der sozialen Fürsorge dienen, sowie Wettkampfveranstaltungen des Amateur-, Profi- und Spitzensports sind im Freien mit bis zu 750 Besucherinnen und Besuchern zulässig.

Das sollen „die wichtigsten Regelungen im Überblick“ sein.

Kein Hinweis auf die maßgebende Seite des Landes Baden-Württemberg, auf der die derzeit landesweit – also auch in Heilbronn – geltenden grundsätzlichen Maßnahmen zu finden sind – zum Beispiel auch, was in der Fußgängerzone gilt.

Da findet man dann erst nach weiterem Suchen versteckt unter demTitel „Erweiterte Maskenpflicht – Alkoholverbot“ in einem Absatz „Erweiterte Regelungen in der Stadt Heilbronn“ u.a.: „...in den Fußgängerzonen in der Heilbronner Innenstadt montags bis samstags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr und sonntags von 9.00 bis 20.00 Uhr…

Nachtschwärmer dürfen dort also dann maskenlos rumlaufen…

Übrigens: Die Inzidenzzahlen in Heilbronn steigen schon wieder, Stand: 12.06.21, 16:00 Uhr: 58,5 und haben damit den höchsten Wert in Baden-Württemberg.

Das Auf und Ab und wieder Auf geht also weiter – trotz Masken-, Test- und Impfkampagne …

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Ein Gedanke zu “Geschwurbel um Corona

  1. > Übrigens: Die Inzidenzzahlen in Heilbronn steigen schon wieder, Stand: 12.06.21, 16:00 Uhr: 58,5 und haben damit den höchsten Wert in Baden-Württemberg.

    Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Migrationshintergründler.
    Das zu sagen hat Mergel verboten. Wir, die anständigen, müssen es ausbaden.

    Übertragen wird sars2, eines von vielen Corona-Viren, die die Menschheit seit Jahrmillionen ständig begleiten (nur eben ein Neuartiges, was aber in der Natur immer wieder auftritt), fast ausschließlich durch Schmier- und Tröpfeninfektion (bei Sprechen und/oder Husten werden Tröpfchen abgeschleudert). Wer das abbekommt oder dort hinfaßt und dann innerhalb ca. 1 Stunde in Gesicht, Lippen oder Augen berührt oder Nase bohrt, hat den Erreger erwischt.
    Da nützt es auch nichts, vorbildlich oder Taqyyia-mäßig einen Maulkorb zu tragen (=ich bin Hygiene, du ohne Maulkorb bist Schmutz), an dem dann aber herumzupft oder bei Lästigwerden „lüftet“ und dabei gleich mit der Hand automatisch reflexartig rumgewischt wird.

    Die „Aerosole“ spielen als Überträger kaum eine Rolle. Ständig wird das Wort gebraucht, aber trotzdem, weiß kaum jemand, was Aerosole sind: In der Luft schwebende, feine Flüssigkeitströpfen, also Nebel, mit einem Zerstäuber oder Sprayer erzeugte Schwebetröpfen. So etwas produziert der Mensch fast nur beim Niesen oder entsprechende Geräusche machen. Nur wer in die Nieswolke eines Infizierten unmittelbar hineinläuft, kann sich tatsächlich auf diese Weise infizieren. Die Aerosole, also Wassertröpfen verdunsten allerdings derart schnell, da sie kaum eine Rolle spielen. Nur in Kühlräumen können sie sich wegen der geringen Verdunstung lange halten.

    Die Masken als Massenanwendung sind der größte Allgemein-Dumm-Schwachsinn, den es gibt. Bei Abstand und Trennscheiben wird die eigentlich maßgebliche Tröpfchen-Abschleuderungs-Infektion fast 100% unterbunden. OP-Masken oder gar FFP2-sind nur sinnvoll, wo sie Personen mit Sachverstand tragen, z.B. Mediziner bei einer OP. Denn die müssen sich während der OP unterhalten und sich auf die OP konzentrieren und können dabei nicht auch noch an Tröpfeninfektion denken, wenn sie vor dem offenen OP-Patien sind.

    Die wichtigste Rolle spielt aber das gesunde Immunsystem, und das wird durch das Dauer-Quäl-Tragen der FFP2-Masken nachhaltig geschwächt. So wird alles immer schlimmer, weil die Quäl-Masken nicht nur die Immunsysteme zusammenbrechen lassen, sondern durch die Unerträglichkeit vor allem in der Sommerhitze kommt es zu Entzündungen, Juckreiz, Feuchtigkeitsansammlungen und noch viel stärkerem Herumreiben und Fummeln im Gesicht, was wiederum die Schmierinfektion in die Höhe treibt.

    So dumm und bescheuert sind die da oben, vom RKI und die Links-Grüne Merkel-Mergel-Söder-Kretschmann-Bande.

    MHGH

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