Über 35.000 Tonnen Abfälle verwertet

Abfallbilanz 2020

Bei etwa 56 488 Tonnen lag das Gesamtabfallaufkommen aus der öffentlichen Abfuhr im Jahr 2020. Das zeigt die Abfallbilanz 2020, die die Entsorgungsbetriebe dem Gemeinderat vorgelegt haben. Mit rund 35 083 Tonnen konnten 62 Prozent des gesamten Abfalls verwertet werden, mit etwa 21 405 Tonnen wurden 38 Prozent der Abfälle aus Rest- und Sperrmüll durch thermische Behandlung beseitigt. Im Jahr 2019 lag das Gesamtabfallaufkommen aus der öffentlichen Abfuhr noch bei 56 258 Tonnen.

Von 2016 bis 2019 hat das Aufkommen an Restmüll in Heilbronn geringfügig um 1,6 Prozent zugenommen, was grundsätzlich mit der im gleichen Zeitraum gestiegenen Einwohnerzahl zusammenhängen dürfte. Im Jahr 2020 lag das Aufkommen bei 19 682 Tonnen, was einem Rückgang von 148 Tonnen entspricht. Die über Gelbe Säcke beziehungsweise Gelbe Tonnen gesammelten Abfälle haben um rund drei Prozent von 4744 Tonnen (2019) auf 4900 Tonnen (2020) zugenommen. Über Recyclinghöfe wurden rund 137 Tonnen weniger erfasst, da die Recyclinghöfe im Lockdown zeitweise geschlossen waren und Anlieferungen aus anderen Stadt- und Landkreisen verstärkt zurückgewiesen wurden. Etwa 1391 Tonnen Abfall, die nicht in die Gelben Tonnen gehören, mussten aussortiert und beseitigt werden.

Ein deutlicher Anstieg ist bei den getrennt gesammelten Bioabfällen erkennbar, bei denen die Menge im Vergleich zum Vorjahr um 646 Tonnen auf insgesamt 7631 Tonnen angestiegen ist. Die Menge an Grünabfällen hingegen ist vergleichsweise um 691 Tonnen weniger geworden. Somit wurden im Jahr 2020 rund 6000 Tonnen Grünabfall entsorgt.

Der Sperrmüll ist mit 4133 Tonnen im Jahr 2020 deutlich mehr geworden. So lag die Sperrmüllmenge im Jahr 2019 noch bei 3513 Tonnen. „Diese Zunahme könnte mit privaten Entrümpelungsaktionen während des Corona-Lockdowns zusammenhängen“, erklärt der Leiter der Abteilung Abfallwirtschaft, Markus Hohmann. Eine Anmeldung von Sperrmüll erfolgte vergangenes Jahr etwa 20 250 Mal. Altpapier und Kartonagen wurden hingegen um sechs Prozent weniger entsorgt. Das zeigt der Rückgang von 8794 Tonnen (2019) auf 8266 Tonnen (2020).

Mit 2503 Tonnen Altglas im Jahr 2020 hat die Zahl im Vergleich zum Jahr 2019 mit 2323 Tonnen geringfügig um 180 Tonnen zugenommen. Auch die aussortierte Menge an Altholz nimmt seit 2016 stetig zu und lag im Jahr 2020 bei insgesamt 4214 Tonnen. Einen fünfprozentigen Anstieg verzeichnet ebenfalls die Entsorgung von Alttextilien über städtische Sammelcontainer. Rund 949 Tonnen Alttextilien und Schuhe konnten verwertet beziehungsweise wiederverwendet werden.

Elektrogeräte hingegen wurden mit 934 Tonnen im vergangenen Jahr etwas weniger entsorgt als 2019 mit 957 Tonnen an elektronischen Geräten. Die Entsorgung von schadstoffhaltigen Abfällen hat mit rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen. Rund 99 Tonnen Schadstoffe wurden im Jahr 2020 umweltgerecht entsorgt, 2019 lag die Zahl bei rund 94 Tonnen.

Die Gesamtmenge an Ablagerungen von mineralischen Abfällen wie Bauschutt, Gießereisande oder Bodenaushub auf der Deponie Vogelsang lag im Jahr 2020 bei 75 634 Tonnen. Das sind 14 Prozent weniger als im Jahr 2019.

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