Parteifreundin ausgezeichnet

Für „Herausragendes langjähriges ehrenamtliches Engagement“ wurde Sibylle Mösse-Hagen (SPD) mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Sibylle Mösse-Hagen wurde für ihr herausragendes langjähriges ehrenamtliches Engagement jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Bei einer Feierstunde im Heilbronner Rathaus überreichte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD) ihr die hohe Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion.

2016 beendete Sibylle Mösse-Hagen ihre Arbeit im Heilbronner Gemeinderat, um sich nach 36 Jahren in unterschiedlichen politischen Ehrenämtern voll und ganz in den expandierenden Familienbetrieb einzubringen.

1980 war die gebürtige Neckarsulmerin in die SPD eingetreten. Den Weg in die Kommunalpolitik fand die Mutter zweier Kinder über ihr Engagement im Elternbeirat von Kindergarten und Schule. Zehn Jahre lang war sie Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, zehn Jahre an der Spitze des SPD-Ortsvereins Heilbronn, danach ebenso lange Vorsitzende des städtischen Kreisverbandes der Sozialdemokraten.

27 Jahre lang prägte Sibylle Mösse-Hagen als Stadträtin die Arbeit des Gemeinderates und der Stadt Heilbronn mit. Über ein Jahrzehnt war sie dabei Kopf und Gesicht der Rathaus-SPD. „Ihr Elan und ihre Begeisterungsfähigkeit sind ansteckend“, konstatierte OB Mergel, der mit Mösse-Hagen 1989 in den Heilbronner Gemeinderat eingezogen war. „Sie ist eine Powerfrau, die uns zeigt, dass Herz, Hand und Hirn uns allemal weiterbringen als eine Ellenbogenmentalität, die, koste es was es wolle, alles zur Seite drängt, um die eigenen Ziele zu erreichen.“ Die Stadtbahn, die Einführung der Gemeinschaftsschule und die Weiterentwicklung des Bildungs-und Hochschulstandortes, die pädagogische Qualitätsoffensive einschließlich des gebührenfreien Kindergartens, die experimenta, die BUGA mit dem Neckarbogen oder der Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof, der nach ihrem großen politischen Idol benannt wurde, seien nur einige der Projekte, die Sibylle Mösse-Hagen mitgeprägt habe.

Darüber hinaus hat sich Sibylle Mösse-Hagen unter anderem auch frauenpolitisch engagiert, war sie Mitbegründerin des Vereins „Frauen helfen Frauen“ in Heilbronn und hat sie das Heilbronner Frauenhaus mit aufgebaut. Als Beiratsmitglied der Friedrich-Niethammer-Stiftung trägt sie auch heute noch dazu bei, Heilbronn ein Stück kinderfreundlicher zu machen.

Die pauschale Vergabe der Orde an politische Aktivistenn – häufig per Proporz unter den Alt-Parteien – hat ein Geschmäckle, das manche Beobachter auf die Palme bringt. So wurde Ende 2010 bekannt, dass seit Mitte der 1990er Jahre eine nicht öffentlich gemachte Abmachung zwischen den Bundestagsfraktionen besteht, nach der pro Legislaturperiode 30 Orden unabhängig von tatsächlichen Verdiensten – hier für Abgeordnete des Bundestages – entsprechend den Fraktionsstärken reserviert sind. Der Verfassungsrechtler Herbert von Arnim bezeichnete dies als „absolute Anmaßung“ und eine „ganz neue Form der Selbstbedienung“.

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